Grafendorf

1206 wird der Ort als Grauendorf urkundlich erwähnt, später Grevendorf. Grafendorf liegt im Oberen Gailtal auf einer Seehöhe von 660 m und hat rund 570 Einwohner. Es ist der größte Ort der Marktgemeinde Kirchbach in der Karnischen Region.
Grafendorf liegt etwas abseits der Gailtalbundesstraße und hat dadurch eine große Wohn- und Erholungsqualität. Oberhalb von Grafendorf leigen auf Hangterrassen der Sonnseite dei Bergbauernhöfe Schmalzgrube, Welzberg, Katlingberg und Lenzhof, die eigene Ortschaften bilden. Am Fuße des Reißkofels befindet sich die Kuranstalt Reißkofelbad.

Rückblick

In den Gailtaler Alpen wurde früher viel Bergbau betrieben. Die Veneter kamen bereits im 4. Jhd vor Christi auf Erzsuche (Zink, Kupfer) ins Gailtal.
Später bauten aus Frankreich eingewanderte Kelten Eisen und Gold ab. Die reichen Bodenschätze lockten auch bald die Römer ins Land. Viellicht stammt die Sage vom "Goldlager im Reißkofel" aus dieser Zeit?

Die einst am Fuße des Reißkofel gelegene Stadt Risa wurde durch Metallhandel bedeutend. Um 600 n.Chr. kamen die Slawen und Awaren in unser Land. Orts- und Flurnamen erinnern noch daran (Griminitzen - Grmnica = Donnerbach) Im 12. und 13. Jhd. beherrschten die Görzer Grafen das Gailtal.

Der größte Teil unserer Gemeinde gehörte zum Amt Goldenstein (Ruine am Goldberg bei Dellach) 1525 kam Oberkärnten und somit das Gailtal zur Grafschaft Ortenburg und wurde bis 1848 von den Fürsten von Porcia verwaltet. 1809 bis 1814 war das Gailtal unter französischer Herrschaft.

Im Jahre 1850 entstanden die ersten Ortsgemeinden. Die Gailtalbahn von Hermagor bis Kötschach wurde im 1.Weltkrieg- damals als Kriegsbahn zur Beförderung von Kanonen und von gefangenen Soldaten gebaut. 1973 erfolgte die Zusammenlegung der Gemeinden. Die ehemaligen Gemeinden Reisach und Kirchbach und die Katastralgemeinde Waidegg wurden zur Großgemeinde Kirchbach. 1997 wurde die Gemeinde Kirchbach zur Marktgemeinde erhoben.


Grafendorf
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